Erfahrungsbericht Bau einer Pringles-Yagi-Antenne für WLAN (2,4 GHz)

Auf Grundlage der Beschreibung von Ping e.V. für dessen ausgezeichnete Homepage und Hilfsbereitschaft ich mich an dieser Stelle gleich einmal bedanken möchte!!

Stand 13. August 2004

Der Ping e.V. hat auf seiner Homepage eine sehr gute und ausführliche Beschreibung zum Bau einer Yagi-Antenne aus einer Pringlesdose. Ich werde diese hier nicht wiederholen sondern gehe davon aus, dass diese dem Leser bzw. der Leserin bereits bekannt ist. Diese Anleitung hat mir sehr geholfen, ich hatte jedoch auch so meine Schwierigkeiten bzw. sind mir Weiterentwicklungen gelungen, die die Antenne effektiver machen. Ich ergänze daher im Folgenden in Hinblick auf meine Schwierigkeiten und Erkenntnisse beim Bau und gebe Hinweise, wo das Material in Österreich besorgt werden kann.

Genauigkeit

Es hat sich für mich als relativ schwierig herausgestellt die Distanzstücke aus Alurohr genau, und zwar rechtwinklig zur Mittelachse des Rohres, zu sägen. Ich habe keine Kreissäge sondern musste dies mit der Hand machen - freihändig war dies unmöglich - daher war die erste Antenne so ungenau, dass sie mehr wie ein Rundstrahler als wie eine Richtantenne arbeitete.

Lösung: Ich nahm einen Festplattenkäfig aus einem alten PC und spannte das Rohr dort ein. So hatte ich beim Sägen eine gute Führung. Dann nahm ich den selben Käfig als Anschlag und Führung um die Distanzstücke exakt auf Länge und Rechtwinkeligkeit zu feilen. Da das Aluminium wesentlich weicher ist als der Stahl des Käfigs, dürfte er noch lange Zeit gute Dienste tun.

Abbildungen siehe ANTENNE01.html

Halterung des Direktors

Laut Bauanweisung von Ping e.V. nahm ich einen Pappkarton. Das hat sich als problematisch herausgestellt, da Pappe dazu neigt Wasser anzuziehen und dann das Signal dämpfen kann. Ich habe die verwendete Pappscheibe testweise in einen Mikrowellenherd gelegt, zusammen mit einem Becher Wasser natürlich(!), und nach 1 Minute bei 750W war der Pappdeckel ganz schön warm, das Plastikschälchen, in das ich es gelegt hatte, war aber noch kühl.

Lösung: ich ersetzte die Pappscheibe mit einem Deckel einer zweiten Pringlesdose - schlecht für Leute die diese Chips nicht mögen, den nun heist's zwei von diesen Dosen auffressen bevor eine Antenne gebaut wird :-) Der Deckel wurde etwas kleiner geschnitten mit einem Stainley-Messer, dann genau mittig mit Heisskleber auf eine der Beilagscheiben geklebt, und dann noch (wichtig!) ein Loch in die Mitte geschnitten, so dass das Aludistanzstück, direkt auf der Beilagscheibe aufsitzen kann. Macht man das nicht, stimmen die Distanzen zwischen den Beilagscheiben nicht mehr so genau.

Material- und Werkzeugbeschaffung in Österreich

Alle zum Bau des Direktors nötigen Materialien bekommt man in Wien beim Eisenwarenhändler Petzold ("Zu den Drei Rittern") in der Burggasse 52-54.

Auch die Parallel-Schraubzwinge, mit der ich das Rohr in den Käfig spannte, ist dort für wohlfeile 13,50 erhältlich. (für ev. Auslandseinsaetze: Parallel Screw Clamp (en), Serre-joint parallèle (fr))

Die M5 Gewindestange kostet dort 1,40, das Alu-Rundrohr 2,46 (jeweils 1 m). Die Beilagscheiben heissen dort "Karosseriescheiben 5x30" und kosten 0,26 das Stück. Die M5-Muttern schlagen mit 0,45 zu Buche, den Kupferdraht bekommt man mit etwas Glück geschenkt. (Alle Preise in Euro Stand August 2004, ab 10 Stk. gibts dort 25% Rabatt).

Die Hochfrequenzbauteile (N-Flansch) gibts bei Point Elektronics in der Stumpergasse. Er kostet dort so um die 5 Euro, ein aus Kabeln und Adaptern zusammegsetztes Pigtail mit 1m Länge 30 Euro. Teilw. nicht ganz billig, aber dafür ein Laden mit guter Beratung in Sachen HF-Technik - der Tipp mit dem dämpfenden Pappkarton kommt von dort.
Adresse: Point Electronics HandelsgesmbH. Adresse: 06, Stumpergasse 41-43. TEL: 597 08 80...-0, FAX: 597 08 68.

Sehr günstige Pigtails (ab € 17,50) gibts beim Salzburger http://www.oe2tzl-atv.at.

Ingo Lantschner, ingo@vum.at, Tel +43-664-1438418

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